Barrierefreies Internet

Know-How

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Barrierefreier Onlineshop

Ein barrierefreier Onlineshop ist wie ein guter Gastgeber: Er heißt jeden willkommen, unabhängig von Fähigkeiten, Alter oder technischen Einschränkungen. Barrierefreie Shops sind darauf ausgelegt, niemanden auszuschließen und bieten allen Nutzern eine optimale Einkaufserfahrung. Klingt fair, oder? Aber was bedeutet das genau und wie setzt man barrierefreie Onlineshops um?

Barrierefreiheit im E-Commerce?

Barrierefreiheit (englisch: Accessibility) heißt, dass ein Onlineshop für alle Menschen gleichermaßen zugänglich ist, also egal ob jemand eine Sehbehinderung oder Hörprobleme hat oder in seinen motorischen oder kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt ist. Ein Nutzer mit Sehbehinderung kann dank der Screenreader-Unterstützung problemlos durch einen Shop navigieren. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können bequem über Tastatur oder alternative Eingabegeräte bestellen. So wird aus einem nicht inklusiven E-Commerce-Shop ein barrierefreier Onlineshop. Dank des professionellen Webdesigns wird der Kundenstamm größer, die Sichtbarkeit steigt und auch die gesetzlichen Vorgaben werden erfüllt.

Warum ist Barrierefreiheit wichtig?

Der Anteil behinderter Menschen an der Weltbevölkerung beträgt lt. WHO ca. 15 Prozent, das entspricht derzeit etwa einer Milliarde Menschen. Wenn ein Onlineshop barrierefrei ist, erreicht der Shopbetreiber mehr potenzielle Kunden, optimiert die Benutzerfreundlichkeit für alle Kunden und ist zudem rechtskonform. In vielen Ländern gibt es Gesetze, die einen barrierefreien Zugang zu Onlineangeboten regeln; in Deutschland ist dies das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Nicht zu unterschätzen ist der SEO- bzw. Ranking-Bonus. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung liebt barrierefreie Seiten, weil diese oftmals besser strukturiert und inhaltlich klarer sind als nicht barrierefreie Websites.

Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es für barrierefreie Onlineshops?

Seit 2025 ist Barrierefreiheit für fast alle digitalen Angebote gesetzlich vorgeschrieben – doch viele Unternehmen wissen das nicht. Die Umsetzung orientiert sich an den WCAG 2.1 (Web Content Accessibility Guidelines) und wird in drei Stufen unterteilt: A, AA und AAA.

Für Onlineshops gilt:

  • B2C-Shops müssen den AA-Standard erfüllen.
  • B2B-Shops sind weniger streng reguliert und müssen nur den A-Standard einhalten.

Zu den zentralen Anforderungen zählen:

  • ausreichender Kontrast zwischen Texten und Hintergründen für bessere Lesbarkeit;
  • Tastatur-Navigation, um Menschen mit motorischen Einschränkungen eine barrierefreie Nutzung zu ermöglichen;
  • alternative Texte für Bilder, damit Screenreader Inhalte für sehbehinderte Nutzer verständlich machen können.

In Deutschland regelt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz zusammen mit der EU-Richtlinie 2016/2102, dass öffentliche Anbieter ihre Websites barrierefrei gestalten müssen. Dazu gehören unter anderem barrierefreie Formulare, zugängliche PDF-Dokumente und eine intuitive Navigation. Seit 2025 gilt diese Verpflichtung auch für private Unternehmen, insbesondere im E-Commerce. Wer die Vorgaben nicht einhält, riskiert, abgemahnt zu werden und Bußgelder zahlen zu müssen.

Wie kann unsere Digitalagentur dir helfen?

Wir machen deinen Onlineshop barrierefrei! Mit einem Accessibility-Audit prüfen wir deinen Shop auf Schwachstellen und optimieren Texte, Bilder und Erklärvideos, damit alle Nutzer sie problemlos verstehen können. Unsere Full-Stack-Webentwickler sorgen auch dafür, dass dein Shop mit Screenreadern kompatibel ist und eine intuitive Navigation bietet. Abschließend testen wir sie und stellen sicher, dass dein Shop allen Nutzern gerecht wird. So erreichst du nicht nur neue Zielgruppen, sondern bist auch rechtlich auf der sicheren Seite.

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